Schöner Oscar

Februar 25, 2008

So, meine erste Oscar-Nacht liegt also hinter mir. Und: Was soll ich sagen? Es war schön… schön unspektakulär. Vielleicht lag es am erst vor wenigen Tagen beendeten Autorenstreik, dass sich die Beteiligten etwas zurückhielten. Spaß hat die Nacht trotzdem gemacht - vor allem, weil unser Ticker-Chat gut besucht war.

Jetzt werde ich aber erst mal noch eine Runde schla… *zzz* *zzzz* *zzz*


Tick, Tack, Tick, Tack

Februar 24, 2008

Wer heute Nacht die Verleihung der Oscars nicht ganz alleine verfolgen will und einen PC in der Nähe des Fernsehers hat, ist herzlich eingeladen, Quotenmeter.de zu besuchen. Ab 0:30 Uhr tickern mein Kollege Markus Ruoff und ich über das Gala-Geschehen. Ein bisschen Aufregung ist sicherlich dabei - macht man ja schließlich nicht jeden Tag.

Direkt nebendran gibt’s dann auch einen Chat, an dem sich jeder beteiligen kann. Wir freuen uns auf euch!


Schwindlig

Februar 23, 2008

“Im deutschen Fernsehen hat ein hilfloses Hin- und Hergewechsel von Formaten, Sendeplätzen und Inhalten eingesetzt, bei dem einem schwindlig werden kann.”

Roger Schawinski, ehemaliger Sat.1-Chef in einem Interview

Bei aller Liebe: Auch Herr Schawinski war seiner Zeit bei Sat.1 in diesem Punkt nicht gerade ein Kind von Traurigkeit. Und damit meine ich jetzt nicht etwa Verschiebungen von Flops wie etwa der sehr sehenswerte Vierteiler “Blackout”. Nein: Wer erinnert sich noch daran, als Schawinski “Blitz” kurzzeitig um 16 Uhr ausstrahlen wollte, sich dann aber letztlich für den Sendeplatz um 18 Uhr entschied. “Richter Hold” wurde von “Richterin Salesch” getrennt, um schließlich “Lenßen & Partner” um 16 Uhr zeigen zu können, gefolgt von “Niedrig & Kuhnt”-Doppelfolgen. All das nur für eine weitere Telenovela. Da konnte einem doch wirklich schwindlig werden.


Die witzigsten Werbespots der Welt

Februar 17, 2008

Aus einer besseren Comedy-Zeit…


Es hat gesprochen

Februar 12, 2008

So, nun liegt die erste Ausgabe von “Bruce” endlich hinter uns. Ein Format, auf das eigentlich niemand gewartet hat. Und das so unspektakulär ist, dass es die vielen Worte im Vorfeld eigentlich gar nicht Wert war. Bleibt nur die Frage, was mit Bruce Darnell passiert, wenn seine ARD-Show floppen sollte. Vielleicht darf er ja dann trotzdem wieder zu ProSieben - als Promi-Kommentator bei “Simply The Best” mit Sonya Kraus vielleicht.

Für Quotenmeter.de habe ich heute einen Text über die Premieren-Ausgabe von “Bruce” verfasst. Auf ein paar Worte mehr oder weniger kommt es schließlich auch nicht mehr an…

«Bruce» im Ersten: Drama mit Happy End

Als schräger Laufsteg-Trainer mit Tränen in den Augen, gebrochenem Deutsch und in hochhackigen Schuhen avancierte Bruce Darnell bei «Germany’s Next Topmodel» zum heimlichen Star und stahl Heidi Klum glatt die Show. Nach zwei Staffeln ist die Popularität des 50-Jährigen auch in der ARD angekommen. Weil im Ersten noch immer die langjährige Quotenlücke am Vorabend klaffte, buhlte man um Darnell und gewann schließlich.

Am Dienstag war es dann so weit: Um 18:55 Uhr begann sie also – «Bruce – Eure Styling-Show». Ja, die alten Herren der ARD haben sich tatsächlich ganz jung gegeben und den Untertitel mit dem lächerlich wirkenden Wörtchen „Eure“ aufgemotzt. Glaubwürdigkeit steht an erster Stelle. Immerhin: Wenn man Bruce Darnell eines nicht vorwerfen kann, dann, dass er nicht glaubwürdig sei. Er ist einfach, wie er ist. Und das muss man wissen, bevor man sich eine Show mit ihm ansieht.

In Anbetracht dessen verlief die Premiere eigentlich genau so, wie man es erwarten konnte. Schlicht, gemischt mit ein bisschen Schicki und ein wenig Micki. Darnells erster Fall war gleich ein besonders schwerer - ein “Drama”, möchte man fast sagen: Die gut aussehende 22-jährige Christina ist todunglücklich, weil sie sich hässlich und unweiblich fühlt. Doch schon bei der ersten Begegnung gibt Darnell seiner Kandidatin einen guten Ratschlag mit auf den Weg: „Das Aussehen, das kommt und geht.“ Es komme viel mehr auf das „Heart“ an, gibt er Christina mit auf den Weg.

Doch das alleine hilft selbstverständlich bei einer solch komplizierten Sachlage nicht – dafür bedarf es schon eines kompetenten Helferteams, das aus der Modefachfrau Katja und der Make-Up- und Frisuren-Spezialistin Anne besteht. Sie und Bruce Darnell stellen schnell fest: Christina braucht wieder Spaß am Leben – am besten geht das natürlich in knapper Bekleidung auf dem Catwalk. „Wie ein Topmodel“, jubelt Darnell, als er seine Kandidatin laufen sieht. Am Ende reicht es nur noch zu einem „Wow“, wie es Howard Carpendale in seinen Liedern nicht schöner hätte hauchen können.

Nach dieser Erfahrung, gepaart mit einem Fotoshooting, fällt es der hübschen Kandidaten wie Schuppen von den Augen – sie sieht ihren Körper mit anderen Augen, wie Christina zu Protokoll gibt. Oder wie es Bruce sagt: „Supa! Supa! Supa!“ Natürlich in Kombination mit einem wilden Klatschen. Was bei anderen als „verrückt“ oder „peinlich“ abgestempelt wird, steht hier auf der Tagesordnung: Es ist einfach 100 Prozent Bruce. Ob man ihn mag oder nicht.

Eines wird nun schnell klar: Ein Happy End steht unmittelbar bevor, doch eine kleine Überraschung hat Bruce Darnell noch in seiner „Handetasche“. Eine neue Frisur, die das gute Aussehen der Kandidatin noch unterstreichen und ihr neu gewonnenes Selbstwertgefühl weiter verbessern soll. Nach ihrer Begegnung mit Bruce Darnell wirkt die 22-Jährige fast schon gereinigt – so wie sich andere Menschen nach einem Treffen mit dem Dalai Lama fühlen müssen. „Ich bin Christine“, sagt sie voller Stolz. „Ich stehe dazu! Und ich bin glücklich!“ Bruce sei Dank.


Es spricht

Februar 11, 2008

Morgen startet die neue hippe ARD-Show mit Bruce Darnell. So beschreibt der Meister höchstpersönlich das Format:

“Ich habe ne Staling- un ne Maik-Up-Team dabei. Ich bin eine kleine Tal von diese ganze Format. Ich hab eine wahnsinnig tolle Camera-Team, des sie mich begleiden. Ich betrachte mich selbst es so ne kleine Fleck, weil alleine schafft man das nicht. Aber auf die andere Seite, ähm…, ich bin da und versuk, etwas Gutes su tun.”

Mehr davon gibt’s am Mittwoch in meiner Kolumne “Kreis runde Sache” bei Quotenmeter.de


Star-Parade

Februar 8, 2008

Mit den “Stars” ist das heutzutage ja so eine Sache. Da gibt es “Superstars”, “Stars auf Eis”, “Ich bin ein Star - Holt mich hier raus” und und und… Klar ist also: Das Wort “Star” wird mittlerweile nicht mehr nur für die wenigen wirklich großen Prominenten unserer Gesellschaft gebraucht. Bleibt nur die Frage, wie man Mario Adorf oder Thomas Gottschalk bezeichnen soll, wenn schon Florentine Lahme als “Star” bezeichnet wird:

bild.de

(Ich muss gestehen: Bis vor wenigen Minuten hatte ich gar nicht gewusst, dass bei Sat.1 überhaupt noch “Stars” arbeiten. Gut, dass es “Bild” gibt…)


RTL räumt auf

Februar 5, 2008

Das große Aufräumen bei RTL hat (endlich) begonnen. Nachdem man den “Anwälten” leider überhaupt keine Chance gab, hat man “Herzog” immerhin drei Wochen Zeit gegeben, ehe man einsah, dass nichts mehr zu retten ist. “Familienhilfe mit Herz” durfte sogar vier Monate lang den Nachmittag verstopfen. Ob’s nun wirklich besser wird?


Ohne Worte (III)

Februar 4, 2008

Aus einer 9Live-Pressemitteilung:

Während seiner Deutschland-Tour macht Angle auch Halt im 9Live-Studio. Moderator Robin Bade, bekennender Wrestling-Star, empfängt ihn als Gast in “9Live Unterwegs”.


Rauchen, Fressen, Saufen

Februar 1, 2008

Sicher: Im Kampf um Zuschauer müssen die vielen Talkshows besonders auffallen. Am besten geht das natürlich mit einem gut gewählten Thema. Die besten Titel hat meiner Meinung nach häufig “Hart aber fair”.

Zuletzt zum Beispiel
 •  Patient Krankenhaus - wie gefährlich sind Deutschlands Kliniken?
 •  Gott als Bestseller, Pilgern als Event - Wie viel Glauben braucht der Mensch?
 •  Öko-Streber Deutschland - Wenn Joghurtbecherspüler ernst machen!
 •  Döner ja, Moschee nein - wie tolerant wollen wir wirklich sein?

Zum Vergleich nun das, was sich die Redaktion von “Anne Will” für die kommende Ausgabe ausgedacht hat:
 •  Rauchen, Saufen, Fressen - Was verbietet der Staat als nächstes?

Na, wer erkennt einen Unterschied?