Rhetorik-Gott

September 30, 2007

Gestern habe ich einen Artikel gelesen, in dem sich Kabarettisten traurig über den Abschied von Edmund Stoiber gezeigt haben. Klar, schließlich lieferte der bayerische Rhetorik-Gott stets gute Vorlagen für Richling & Co.

Wer sich noch einmal die besten Momente Stoibers zu Gemüte führen will, sollte sich diesen Link nicht entgehen lassen.


Nicht aufgeben

September 28, 2007

Mit deutschen Serien lässt sich derzeit nur schlecht Quote machen. Weiß auch RTL-Chefin Anke Schäferkordt. Im sehr ausführlichen Interview mit dem “Kölner Stadt-Anzeiger” stellte sie Forderungen an die deutsche Serien-Industrie:

“Wir müssen den Mut haben, Charaktere zu zeigen, die Ecken und Kanten haben. Aber stellen Sie sich vor, jemand hätte vor fünf Jahren in einem Drehbuch einen Charakter wie „Dr. House“ in den Mittelpunkt gestellt! Ich bin ziemlich sicher, dass jeder deutsche Sender ihn abgelehnt hätte. Darüber hinaus ist es der Zuschauer mittlerweile gewohnt, Geschichten deutlich dichter erzählt zu bekommen.”

Das ist wohl der richtige Weg. Wichtig ist es, dass die deutschen Privatsender auch weiterhin auf deutsche Ware setzen. So wie es auch Sat.1 tut: 83 neue Stoffe lagen auf dem Tisch. Wenn nur einer davon beim Publikum ankommt, ist schon viel geholfen.


“Schmeißt mich doch raus!”

September 26, 2007

Lange vorbei ist die Zeit, als Anke Engelke Harald Schmidt als “Gott” bezeichnete. Schlechte Shows lieferte Schmidt zuletzt massenweise ab. Und er machte keinen Hehl daraus, eigentlich gar nicht mehr auf Sendung gehen zu wollen. Das unterstrich er nun in einem Interview mit der “Zeit”.

“Schmeißt mich doch raus! Es war mir wirklich egal.”

Unter solchen Voraussetzungen sollten sich die Verantwortlichen der ARD wirklich überlegen, wie imagefördernd Harald Schmidt für den Sender überhaupt ist. Wie seine gemeinsame Show mit Oliver Pocher wird, steht in den Sternen. Ich als Harald Schmidt-Fan bin allerdings enttäuscht von den jüngsten Äußerungen des 50-Jährigen. Wenn er wirklich keine Lust mehr auf das Fernsehen hat, sollte er die Konsequenzen ziehen und so schnell wie möglich das Weite suchen.


Drama, Drama, Drama

September 24, 2007

ARD-Programmdirektor Günter Struve hat derzeit nicht gut lachen. Anne Wills politischer Talk musste herbe Zuschauerverluste einstecken und das tägliche Vorabend-Problem soll gerade mit den schauspielerischen Anfängen von Oliver Pocher gefüllt werden. Schlechte Werbung für seinen künftigen Job am späten Abend mit Harald Schmidt.

Doch Günter Struve wäre nicht Günter Struve, hätte er nicht weitere Pläne in der Hinterhand, um den Sendeplatz um 18:50 Uhr wieder auf ein akzeptables Quoten-Niveau zu führen. “Topmodel”-Juror Bruce Darnell ist im Gespräch und soll eine eigene Sendung erhalten. Seine Sprüche passen schon mal zur derzeiten Zuschauermisere: “Drama, Drama, Drama.” So sieht’s aus. Das ist der Wahrheit!


Nazi-Vergleiche sind nicht witzig

September 22, 2007

Man kann von Gülcan Karahanci (wahlweise auch Kamps) so wenig halten, wie man möchte. Doch irgendwo hört der Spaß dann doch auf. In dem Moment nämlich, wenn die offenbar als besonders witzig geltenden Nazi-Vergleiche herhalten müssen. Manes Meckenstock, seines Zeichens Gelegenheits-Gast bei “Zimmer frei”, sagte über die Brötchen-Braut:

Wenn ich Gülcan sehe, dann bedaure ich, dass es die Nürnberger Rassegesetze nicht mehr gibt.

Seine Radioshow hat er daraufhin beendet, im WDR darf er auch weiter seine Späße machen. Da kann Meckenstock von Glück sagen, dass er nicht blond und beim NDR unter Vertrag ist.


Pro Gottschalk

September 20, 2007

Eine “TV Digital”-Umfrage will ergeben haben, dass “Wetten, dass..?” von den Zuschauern überwiegend aufgrund der Wetten eingeschaltet wird, Thomas Gottschalk ist eher nebensächlich. Ich muss zugeben, dass ich die Show gerade wegen Gottschalk so sehr mag. Ohne ihn wäre die Sendung doch nur ein Format unter vielen. Da kann ich mir ja gleich die “Guinness”-Show mit Geissen ansehen. Nein, danke. Gottschalk darf noch ein bisschen bleiben.


Kikeriki

September 18, 2007

Ein kleiner Fehler, der den Leser schmunzeln lässt: Auch am 21. Oktober lädt VOX wieder zum Promi-Dinner - unter der “Promis” ist dann auch der Moderator des Sat.1-Frühstücksfernsehens. Jan Hahn heißt der Mann. Kurzer Name, aber beim ersten Mal geht er nicht unbedingt leicht über die Lippen. Auch beim schnellen Schreiben am PC kann’s zu kleineren Problemen kommen, wie die VOX-Presseabteilung nun unter Beweis stellte.

Da wurde nämlich folgende Promi-Köche angekündigt:

Dieses Mal mit dabei: Jahn Hahn, Brigitte Grothum, Andreas Elsholz und Katy Karrenbauer.


Schlag die Uhr

September 16, 2007

Vor einigen Jahren hätte man das eigentlich nur Harald Schmidt zugetraut: Nach Mitternacht wird in einer Live-Show schier unendlich Memory gespielt, der Moderator nimmt sich dabei alle Zeit der Welt. So geschehen gestern (oder sollte ich besser schreiben: heute?!) bei “Schlag die Uhr den Raab”. Mit Engelsgeduld überlegt Stefan Raab vor jedem Aufdecken der Karten, welche Figur wo versteckt sein könnte. Vieles kann er noch gar nicht wissen - vor allem zu Beginn. Macht nix, hat er sich wohl gedacht. Die Zuschauer schalten eh nicht ab.

Und genauso war es schließlich auch: Selbst eine halbe Stunde Gähn-Memory sorgte für Spitzen-Quoten. Am Ende stand ein Marktanteil von mehr als 26 Prozent auf der Uhr. Raab hat aber trotz seiner denkwürdigen Memory-Strategie gegen seinen Kontrahenten verloren.


Beckmann & Tietjen

September 14, 2007

Das Zitat des Tages stammt von Reinhold Beckmann, der am Freitagabend anstelle von Eva Herman mit Bettina Tietjen talkte:

Das ist das gelebte Eva-Prinzip. Der Mann moderiert und die Frau bleibt zu Hause.

Dem ist nichts hinzuzufügen.


Lobet den Stoiber

September 13, 2007

Aus einer Pressemitteilung des Bayerischen Rundfunks:

Nach über 14 Jahren als Bayerischer Ministerpräsident tritt Edmund Stoiber aus der ersten Reihe der politischen Bühne ab. Wer ihn näher kennt, beschreibt den Regierungschef als einen Politiker, der getrieben ist, immer das Beste für sein Land zu erreichen. Die Karriere von Edmund Stoiber verlief steil nach oben: 2002 wurde er Kanzlerkandidat der Union, er wurde aber auch als Bundespräsident und EU-Kommissionspräsident gehandelt.

Eine Frage sei erlaubt: Stammt dieser Text eigentlich vom BR oder wurde das von der Presseabteilung des scheidenden Ministerpräsidenten geschrieben? Egal - kommt wohl auf das Gleiche raus.